Ein Hund, der sich im Alltag gut orientieren kann und die wichtigsten Signale kennt, macht das Zusammenleben oft entspannter und angenehmer. Doch für eine vertrauensvolle Beziehung und harmonische Spaziergänge braucht es noch mehr als das. Eine gute Verständigung, gegenseitiges Vertrauen und klare Orientierung helfen dabei, als Mensch-Hund-Team zusammenzuwachsen.
In diesem Artikel erfährst du, welche Signale im Alltag besonders hilfreich sein können und warum eine liebevolle, verlässliche Begleitung deinem Hund dabei hilft, diese sicher zu verstehen und umzusetzen.
Viele Hundebesitzer kennen Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Hier“ oder „Bei Fuß“. Sie gehören zu den Grundlagen einer guten Verständigung zwischen Mensch und Hund. Darüber hinaus gibt es weitere hilfreiche Signale, die den gemeinsamen Alltag erleichtern und deinem Hund Orientierung geben können.
Je klarer und einheitlicher du deine Kommandos vermittelst, desto leichter fällt es deinem Hund, sie zu verstehen und zuverlässig darauf zu reagieren. Unterstützt durch passende Handzeichen, regelmäßige Wiederholungen und viel positive Bestärkung lernt dein Hund Schritt für Schritt, was du von ihm möchtest.
Im Folgenden lernst du sieben wichtige Kommandos kennen, die die Kommunikation mit deinem Hund fördern und zu einem entspannten und vertrauensvollen Miteinander beitragen können.
Dieses Kommando lernt ein Welpe meist sehr schnell und fast spielerisch. Halte dazu ein Leckerli leicht über seinen Kopf und sage dabei das gewünschte Kommando. Gleichzeitig kannst du den Zeigefinger heben, damit sich dein Hund diese Bewegung früh als spätere Handgeste merkt – auch ganz ohne Leckerli.
Für den Anfang ist eine ruhige Umgebung besonders hilfreich, zum Beispiel das eigene Zuhause, da dein Hund sich dort besser konzentrieren und ungestört lernen kann.
Dieses Kommando lässt sich am besten aufbauen, wenn dein Hund bereits sicher „Sitz“ beherrscht. Führe ihn dann behutsam in die nächste Position, indem du deine flache Hand mit einem Leckerli langsam in Richtung Boden führst und dabei das Kommando „Platz“ aussprichst.
Sobald dein Hund sich hinlegt, darf er ausgiebig gelobt und direkt mit dem Leckerli belohnt werden. So verknüpft er die Übung positiv und lernt Schritt für Schritt, was gemeint ist.
Dieses Kommando spielt im Laufe eines Hundelebens eine besonders wichtige Rolle. Am besten beginnst du früh damit, indem du jedes Mal freundlich „Hier“ rufst, wenn dein Welpe ohnehin schon auf dich zuläuft.
Eine offene, zugewandte Körperhaltung unterstützt ihn zusätzlich dabei, zu dir zu kommen und dich gut wahrzunehmen. In der Anfangszeit kannst du ihn dabei gerne mit einem Leckerli motivieren und positiv bestärken, damit er diese Erfahrung mit etwas Schönem verbindet.
Dieses Kommando lässt sich gut üben, wenn dein Hund bereits sitzt oder liegt. Hebe dabei ruhig die flache Hand in seine Richtung und gehe ein paar Schritte von ihm weg.
Bleibt dein Hund entspannt an seinem Platz, kannst du ihn anschließend mit dem Kommando „Hier“ wieder zu dir rufen. Damit er lernt, wirklich sicher zu warten, ist ein klares Auflösesignal wichtig. So bleibt dein Hund so lange an seinem Platz, bis du ihn bewusst mit einem Wort wie „Hier“ oder einer ähnlichen Freigabe wieder zu dir holst.
Dieses Kommando wird im Alltag manchmal wenig beachtet oder durch „Aus“ ersetzt. Dennoch kann es hilfreich sein, klare Unterschiede zwischen beiden Anweisungen zu schaffen. „Nein“ kann deinem Hund zum Beispiel signalisieren, dass er unterwegs etwas nicht aufnehmen soll, etwa ein Leckerli oder einen gefundenen Gegenstand.
Das Üben gelingt am besten, indem du deinem Hund zeigst, dass es sich lohnt, ruhig zu bleiben und nicht zuzugreifen. Sobald er gelassen bleibt und das Objekt ignoriert, erfolgt eine positive Bestärkung.
Dieses Kommando dient dazu, eine Handlung deines Hundes sofort zu unterbrechen. Auf „Aus“ soll er beispielsweise etwas, das er gerade im Maul hat, umgehend fallen lassen.
Auch in Spielsituationen, beim Bellen oder wenn er sich stark auf etwas konzentriert, hilft dieses Signal dabei, das Verhalten klar und eindeutig zu stoppen. Anschließend richtet dein Hund seine Aufmerksamkeit wieder auf dich. Auch hier erfolgt eine positive Bestärkung.
Für einen entspannten Spaziergang ist es wichtig, dass dein Hund nicht an der Leine zieht und die Richtung vorgibt. Dieses Kommando trainierst du an einer kurzen Leine und beginnst in einer ruhigen Umgebung. Mit zunehmender Schwierigkeit lernt dein Vierbeiner, dass er ohne weitere Aufforderung mit dem Kopf neben deinem Knie läuft.

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